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Pfarramtliche Bekanntmachung zum Stadtfriedhof

23. April 2020, Gedenktag des hl. Georg

Lesen Sie auch in der MZ vom Samstag, 25. April

Beate Weigert berichtet in der MZ vom Samstag, 25. April:

https://www.mittelbayerische.de/region/kelheim-nachrichten/kommando-zurueck-am-alten-friedhof-21029-art1902809.html 

Um den Zugang zum Friedhof weiterhin offen halten zu können,
werden alle Grabbesitzer aufgefordert die Verkehrssicherheit sicher zu stellen.

Gräber, die nicht unter Denkmalschutz stehen, können durch schriftlichen Antrag und nach Bestätigung durch die Friedhofsverwaltung aufgelöst werden. Wenden sie sich dazu bitte an das Pfarrbüro.

In dieser Zeit wird die Denkstatt zusammen mit der Stadt Kelheim und der Denkmalpflege ein nachhaltiges Konzept für die Zukunft des Friedhofes St. Sebastian erarbeiten. Sie können gerne Vorschläge für die Arbeitsgruppe schriftlich im Pfarrbüro abgeben oder auch digital per eMail an die Adresse
pfarrei@mariaehimmelfahrt.org
senden.

Da es in letzter Zeit einige verwirrende bzw. falsche Aussagen gab, an dieser Stelle

Ein paar Begriffsklärungen:

Status des Stadtfriedhofes

Der Friedhof ist rechtlich geschlossen. Das bedeutet, dass keine Bestattungen mehr stattfinden dürfen. Dies wurde mit einem Vertrag aus dem Jahr 1974 mit der Stadt Kelheim beschlossen. Die Übergangsregelung für Ehepartner und ledige Kinder galt für 15 Jahre, also bis 1989. Seither gab es keine Bestattungen mehr auf dem Friedhof.

Gibt es eine Friedhofssatzung?

Der Friedhof ist rechtlich solange Friedhof bis er entwidmet wird. Das ist bisher nicht geschehen. Solange gilt die Satzung des Friedhofes mit der zugehörigen Gebührenordnung in der jeweils aktuellen Fassung. Alle Rechte zur Grabnutzung leiten sich von dieser Satzung ab.

Wem gehört der Friedhof?

Eigentümerin des Friedhofs ist die Stadtpfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt, vertreten durch die Kirchenverwaltung. Die Grabdenkmäler gehören unterschiedlichen Besitzern.

Wer ist auf dem Friedhof bestattet?

Über einen Zeitraum von fast 400 Jahren war er Bestattungsort für die Kelheimer. Bis zum Jahr 1800 wurde auch der Friedhof rund um die Stadtpfarrkirche (Kirchplatz, Pfarrhofgasse) genutzt. Bestattet wurden auf dem Friedhof nicht nur Gläubige der Stadtpfarrei, sondern auch aus anderen Pfarreien und Konfessionen bzw. Nichtchristen.

Führung am Stadtfriedhof und in der Friedhofskirche St. Sebastian

Am 16. Februar 2020 findet eine Führung auf dem Stadtfriedhof und der Friedhofskirche St. Sebastian statt.
Die Führung beginnt um 14.00 Uhr am Haupteingang bei der Kirche.
Zum Weltgästeführertag hat sich der Kelheimer Stadt- und Gästeführer Thomas Dorsch intensiv mit dem Friedhof und den Bezügen zur Stadtgeschichte beschäftigt und wird den Interessierten neue Einblicke gewähren. Dabei wird er auch Stadtpfarrer Dr. Johann Ferdinand Mayer, eine wichtigen Persönlichkeit der damaligen Zeit für die Stadt Kelheim, vorstellen. Sein ‚Grundbuch‘ gibt wichtige Zeugnisse über die Verhältnisse innerhalb des städtischen Zusammenlebens in jener Zeit.

Aktueller Stand

Leider verzögert sich der geplante Versand der Briefe an die Grabbesitzer, da wir auf die stiftungsaufsichtliche Genehmigung warten. Dasselbe gilt für die Grabauflösungen, die noch nicht vom Landratsamt genehmigt sind.

Die Kirchenverwaltung und Friedhofverwaltung ist bemüht beide Fragestellungen so schnell wie möglich zu klären, leider müssen wir dazu auf die Stiftungsaufsicht bzw. die untere Denkmalbehörde am Landratsamt warten.

Grabauflösung

Wenn Sie ein Grab auflösen möchten, senden Sie bitte ein entsprechendes Schreiben mit Grabnummer, Grabbesitzer (Name und Anschrift) und einem Bild des Grabes, das erleichtert der Denkmalbehörde die Arbeit und beschleunigt den Vorgang. Die Grabauflösungsbitte wird im Pfarrbüro geprüft und dann an die zuständigen Stellen weiter geleitet. Nach Freigabe setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung.

eMail: pfarreimariaehimmelfahrtorg

Es ist nicht erlaubt selbst Grabsteine zu entfernen bzw. Dritte zu beauftragen auf dem Friedhof tätig zu werden. Dazu muss eine Genehmigung der Friedhofsverwaltung erteilt werden. (vgl. gültige Friedhofsatzung)

Planungen für die Zukunft des Stadtfriedhofes

Die Fragen rund um die Zukunft des Stadtfriedhofes St. Sebastian werden intensiv diskutiert. Die Stadtpfarrkirchenstiftung sucht nach Lösungen für die Zukunft des Friedhofes. In den letzten Wochen haben sich einige Grabbesitzer gemeldet, die ihre Grabstätte gerne auflösen möchten.

Nachdem in der öffentlichen Versammlung verschiedene Gedanken und Planspiele zur Zukunft angestoßen wurden, versucht die Kirchenverwaltung diese auf die Realisierbarkeit zu überprüfen. So traf man sich vor Ort in der Sebastianikirche und am Friedhof mit Bürgermeister Hartmann und Stadtbaumeister Schmid um einige konkrete Fragen genauer zu besprechen. Dabei ging es im Besonderen auch um die Zusammenarbeit der Stadtpfarrei mit der Stadt Kelheim. „Wir stehen an der Seite der Kirche, der der Friedhof gehört und wollen unterstützend tätig werden“, versicherte Bürgermeister Hartmann.

Ein wahres Kleinod ist die Sebastianikirche, die als frühbarockes Meisterwerk an der Schwelle zur Neuzeit erbaut wurde und so in ihrer vierhundertjährigen Geschichte Ort unzähliger Requien und Totenrosenkränze war. Auch die Aussegnungshalle strahlt immer noch die verblichene Eleganz aus, die das Bauwerk aus dem späten 19. Jahrhundert prägt. Die Sorge um den Bestand vereint Kirche und Stadt.

Auch mit einigen Grabbesitzern steht die Kirchenverwaltung im Gespräch um gute und sinnvolle Lösungen zu finden. Einigkeit bestand vor allem auch darin, dass für den Erhalt einer Grabstätte auch realistische Grabgebühren erhoben werden müssen.

In der nächsten Zeit soll eine Delegation aus Kirchenverwaltung und Vertretern der Stadt verschiedene Friedhöfe besuchen, die ähnlich dem Kelheimer Stadtfriedhof nicht mehr aktiv als Begräbnisstätte verwendet werden und dennoch nachhaltig als Ort der Ruhe der Toten dienen.

Lageplan des Stadtfriedhofs Kelheim

Der Friedhof wurde am Beginn des dreißigjährigen krieges vor den Toren der Stadt Kelheim angelegt, weil der Friedhof an der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu eng wurde. Bis 1988 fanden hier Bestattungen statt.

Der Friedhof ist im Eigentum der Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt.