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Notsicherung an der Friedhofskirche

ab dem Montag, 30. November wird der Eingang zum Stadtfriedhof von der Kelheimwinzerstraße nicht zugänglich sein. Bitte weichen Sie auf den Eingang vom Hohlweg aus. Die Arbeiten zur Notsicherung der Sebastianskirche und eines Teils der Friedhofsmauer sollen noch vor dem Winter gemacht werden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und so sind wir zuversichtlich, dass es bei günstiger Witterung gelingen kann.

Die Kirchenverwaltung ist bemüht,
die Schäden gering zu halten,
gleichzeitig sind die Notmaßnahmen Teil des Konzeptes
zum langfristigen Erhalt der Kirche und der Mauer.

In Zusammenarbeit mit der OTH Regensburg wird in einem studentischen Projekt derzeit die Aussegnungshalle aus dem späten 19. Jahrhundert untersucht und die Schäden kartiert. Danach kann auch hier ein Konzept zum Erhalt entwickelt werden.

Die kunsthistorische Bedeutung der Renaissancekirche zum hl. Sebastian und dem Ensemble des historischen Stadtfriedhofes wird in Zusammenarbeit mit der Uni Regensburg erarbeitet. Die Untersuchungen sollen die Vorarbeiten von Dr. Friedrich Fuchs weiterführen und vertiefen. Neben der Firedhofskriche ist nur noch das Protal in der ehemaligen Druckerei Leik aus dieser Zeit (frühes 17. Jhdt.) erhalten.

Jüngstes Gericht

Johanna Vogelsang | 1871 Paris - 1935 Kelheim

In der Friedhofskirche St. Sebastian und Rochus sind zwei großformatige Bilder der in Kelheim gestorbenen und auf dem Stadtfriedhof begrabenen Künstlerin Johanna Vogelsang (1871 Paris - 1935 Kelheim). Als Fabrikantentochter lernte sie an den Kunstakademien in Paris, Florenz und München. Sie arbeitete in der Kelheimer Zeit in ihrem Wohnhaus und Atelier im Mitterfeld und schuf zahlreiche Landschaftsbilder mit Motiven aus der Donaulandschaft um Kelheim, sowie zahlreiche Portraits.

An der Nord- und Südwand befindet sich je ein großformatiges Bild, das die Künstlerin auf Vermittlung von Prälat Ludsteck der Sebastianskirche vermachte.

Auf dem Friedhof befindet sich das Grab der Familie Vogelsang. An der Südwand der Kirche hängt das Jüngste Gericht.
Die göttlichen Tugenden (Glaube, Kreuz; Hoffnung, Anker; Liebe, Kelch) weisen den Weg aus der Dunkelheit ins Licht. Sturmflut und Feuersglut bedroht die Menschen, die sich nach Erlösung sehnen. Blicken einige noch ängstlich in die Gefahr, recken sich andere bereits dem Licht entgegen. Die betende Frau in der Mitte schafft Ruhe inmitten der dramatischen Szene. Der junge Mann am unteren Rand wendet seinen Blick ab von der Erlösung, dem irdischen Reichtum entgegen und droht, wie einst die ägyptische Streitmacht des Pharao im Schilfmeer unterging, in den Fluten zu versinken.

Schemenhaft zeichnet sich die Fratze des Bösen im lodernden Feuer ab und bedroht die Menschen.

„Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte werden nicht vergehen“ (Mt 24,35) steht oben rechts und links auf dem Bogen. Die Endzeitrede Jesu im Matthäusevangelium ermutigt uns bereit zu sein für die Erlösung, denn „keiner kennt den Tag noch die Stunde“. Das Bild ist wie die endzeitlichen Aussagen Jesu in den Evangelien oder der Offenbarung des Johannes ein hoffnungsvolles Bild für die gläubigen Menschen.

Die Bilder entstanden am Beginn der 1930er Jahre. Der herannahende Nationalsozialismus und die zunehmenden Spannungen der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in ganz Europa machte vielen Menschen Angst. In diese Angst und Unsicherheit hinein gilt Gottes heilvolle Zusage, dass alles vergänglich ist, aber Gottes Zusage bleibt. Der Weg der Erlösung steht offen.

Zu dieser Zeit war der Stadtfriedhof der Ort für die Begräbnisse der Kelheimer Bevölkerung, also auch der Ort des Abschiednehmens und der Frage nach dem Leben nach dem Tod.

Notsicherung an der Sebastianskirche

Auf der Grundlage der Schadenskartierung der Kirche und der Friedhofsmauer wurden ein Konzept zu einer Notsicherung erstellt. Im Zuge der Arbeiten sollen die fehlenden Kehlbalken des Renaissancedachstuhls durch Spanngurte ersetzt werden, damit die Kräfte wieder richtig über das Mauerwerk abgeleitet werden.

Seit den 1960er Jahren ist die Südmauer ungeschützt den Abgasen und dem Streusalz ausgeliefert. Deshalb muss vor allem das Bruchsteinmauerwerk an der Südwestecke mit Kalkmörtel stabilisiert werden.
Die Kirchenverwaltung ist in der finalen Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der unteren Denkmalbehörde am Landratsamt. Bei geeigneter Witterung sollen eventuell noch vor dem Winter erste Arbeiten erfolgen

Gräbersegnung und Totengedenken 2020

31. Oktober 2020 | Hl. Wolfgang
18.00 Uhr   Stadtpfarrkirche   Vorabendmesse

1. November 2020 | Allerheiligen
  9.00 Uhr   Stadtpfarrkirche  Messfeier
10.30 Uhr   Stadtpfarrkirche  Messfeier
13.45 Uhr   Stadtfriedhof Andacht mit Gräbersegnung
15.00 Uhr   Waldfriedhof Andacht mit Gräbersegnung

2. November 2020 | Allerseelen
18.00 Uhr   Stadtpfarrkirche  Requiem für die Verstorbenen
mit persönlichem Gedenken der Verstorbenen seit letztem Allerheiligen
Liste der Verstorbenen

Die Stadt Kelheim weist aufgrund der aktuellen Lage hin:

Hygieneregeln zur Gräbersegnung

Die Stadt Kelheim weist darauf hin, dass zur Gräbersegnung an Allerheiligen im Stadtfriedhof und Waldfriedhof Kelheim sowie in den gemeindlichen Friedhöfen in Staubing, Stausacker und Thaldorf aufgrund geltender amtlicher Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie folgende Regeln beachtet werden müssen:

Personen, mit Kontakt zu SARS-CoV-2-Fällen in den letzten 14 Tagen, mit einer bekannten/nachgewiesenen Infektion durch SARS-CoV-2 sowie mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere sind vom Betreten der Friedhöfe ausgeschlossen. Die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sind strikt einzuhalten. Es gelten sowohl auf dem jeweiligen Friedhofsgelände als auch im gesamten Gebäude der Aussegnungshalle im Waldfriedhof ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Die Mund-Nasen-Bedeckung ist auf dem ganzen Friedhofsgelände während der Gräbersegnung zu tragen.

Pfarramtliche Bekanntmachung zum Stadtfriedhof

23. April 2020, Gedenktag des hl. Georg

Lesen Sie auch in der MZ vom Samstag, 25. April

Beate Weigert berichtet in der MZ vom Samstag, 25. April:

https://www.mittelbayerische.de/region/kelheim-nachrichten/kommando-zurueck-am-alten-friedhof-21029-art1902809.html 

Um den Zugang zum Friedhof weiterhin offen halten zu können,
werden alle Grabbesitzer aufgefordert die Verkehrssicherheit sicher zu stellen.

Gräber, die nicht unter Denkmalschutz stehen, können durch schriftlichen Antrag und nach Bestätigung durch die Friedhofsverwaltung aufgelöst werden. Wenden sie sich dazu bitte an das Pfarrbüro.

In dieser Zeit wird die Denkstatt zusammen mit der Stadt Kelheim und der Denkmalpflege ein nachhaltiges Konzept für die Zukunft des Friedhofes St. Sebastian erarbeiten. Sie können gerne Vorschläge für die Arbeitsgruppe schriftlich im Pfarrbüro abgeben oder auch digital per eMail an die Adresse
pfarrei@mariaehimmelfahrt.org
senden.

Da es in letzter Zeit einige verwirrende bzw. falsche Aussagen gab, an dieser Stelle

Ein paar Begriffsklärungen:

Status des Stadtfriedhofes

Der Friedhof ist rechtlich geschlossen. Das bedeutet, dass keine Bestattungen mehr stattfinden dürfen. Dies wurde mit einem Vertrag aus dem Jahr 1974 mit der Stadt Kelheim beschlossen. Die Übergangsregelung für Ehepartner und ledige Kinder galt für 15 Jahre, also bis 1989. Seither gab es keine Bestattungen mehr auf dem Friedhof.

Gibt es eine Friedhofssatzung?

Der Friedhof ist rechtlich solange Friedhof bis er entwidmet wird. Das ist bisher nicht geschehen. Solange gilt die Satzung des Friedhofes mit der zugehörigen Gebührenordnung in der jeweils aktuellen Fassung. Alle Rechte zur Grabnutzung leiten sich von dieser Satzung ab.

Wem gehört der Friedhof?

Eigentümerin des Friedhofs ist die Stadtpfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt, vertreten durch die Kirchenverwaltung. Die Grabdenkmäler gehören unterschiedlichen Besitzern.

Wer ist auf dem Friedhof bestattet?

Über einen Zeitraum von fast 400 Jahren war er Bestattungsort für die Kelheimer. Bis zum Jahr 1800 wurde auch der Friedhof rund um die Stadtpfarrkirche (Kirchplatz, Pfarrhofgasse) genutzt. Bestattet wurden auf dem Friedhof nicht nur Gläubige der Stadtpfarrei, sondern auch aus anderen Pfarreien und Konfessionen bzw. Nichtchristen.

Führung am Stadtfriedhof und in der Friedhofskirche St. Sebastian

Am 16. Februar 2020 findet eine Führung auf dem Stadtfriedhof und der Friedhofskirche St. Sebastian statt.
Die Führung beginnt um 14.00 Uhr am Haupteingang bei der Kirche.
Zum Weltgästeführertag hat sich der Kelheimer Stadt- und Gästeführer Thomas Dorsch intensiv mit dem Friedhof und den Bezügen zur Stadtgeschichte beschäftigt und wird den Interessierten neue Einblicke gewähren. Dabei wird er auch Stadtpfarrer Dr. Johann Ferdinand Mayer, eine wichtigen Persönlichkeit der damaligen Zeit für die Stadt Kelheim, vorstellen. Sein ‚Grundbuch‘ gibt wichtige Zeugnisse über die Verhältnisse innerhalb des städtischen Zusammenlebens in jener Zeit.

Aktueller Stand

Leider verzögert sich der geplante Versand der Briefe an die Grabbesitzer, da wir auf die stiftungsaufsichtliche Genehmigung warten. Dasselbe gilt für die Grabauflösungen, die noch nicht vom Landratsamt genehmigt sind.

Die Kirchenverwaltung und Friedhofverwaltung ist bemüht beide Fragestellungen so schnell wie möglich zu klären, leider müssen wir dazu auf die Stiftungsaufsicht bzw. die untere Denkmalbehörde am Landratsamt warten.

Grabauflösung

Wenn Sie ein Grab auflösen möchten, senden Sie bitte ein entsprechendes Schreiben mit Grabnummer, Grabbesitzer (Name und Anschrift) und einem Bild des Grabes, das erleichtert der Denkmalbehörde die Arbeit und beschleunigt den Vorgang. Die Grabauflösungsbitte wird im Pfarrbüro geprüft und dann an die zuständigen Stellen weiter geleitet. Nach Freigabe setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung.

eMail: pfarreimariaehimmelfahrtorg

Es ist nicht erlaubt selbst Grabsteine zu entfernen bzw. Dritte zu beauftragen auf dem Friedhof tätig zu werden. Dazu muss eine Genehmigung der Friedhofsverwaltung erteilt werden. (vgl. gültige Friedhofsatzung)

Planungen für die Zukunft des Stadtfriedhofes

Die Fragen rund um die Zukunft des Stadtfriedhofes St. Sebastian werden intensiv diskutiert. Die Stadtpfarrkirchenstiftung sucht nach Lösungen für die Zukunft des Friedhofes. In den letzten Wochen haben sich einige Grabbesitzer gemeldet, die ihre Grabstätte gerne auflösen möchten.

Nachdem in der öffentlichen Versammlung verschiedene Gedanken und Planspiele zur Zukunft angestoßen wurden, versucht die Kirchenverwaltung diese auf die Realisierbarkeit zu überprüfen. So traf man sich vor Ort in der Sebastianikirche und am Friedhof mit Bürgermeister Hartmann und Stadtbaumeister Schmid um einige konkrete Fragen genauer zu besprechen. Dabei ging es im Besonderen auch um die Zusammenarbeit der Stadtpfarrei mit der Stadt Kelheim. „Wir stehen an der Seite der Kirche, der der Friedhof gehört und wollen unterstützend tätig werden“, versicherte Bürgermeister Hartmann.

Ein wahres Kleinod ist die Sebastianikirche, die als frühbarockes Meisterwerk an der Schwelle zur Neuzeit erbaut wurde und so in ihrer vierhundertjährigen Geschichte Ort unzähliger Requien und Totenrosenkränze war. Auch die Aussegnungshalle strahlt immer noch die verblichene Eleganz aus, die das Bauwerk aus dem späten 19. Jahrhundert prägt. Die Sorge um den Bestand vereint Kirche und Stadt.

Auch mit einigen Grabbesitzern steht die Kirchenverwaltung im Gespräch um gute und sinnvolle Lösungen zu finden. Einigkeit bestand vor allem auch darin, dass für den Erhalt einer Grabstätte auch realistische Grabgebühren erhoben werden müssen.

In der nächsten Zeit soll eine Delegation aus Kirchenverwaltung und Vertretern der Stadt verschiedene Friedhöfe besuchen, die ähnlich dem Kelheimer Stadtfriedhof nicht mehr aktiv als Begräbnisstätte verwendet werden und dennoch nachhaltig als Ort der Ruhe der Toten dienen.

Lageplan des Stadtfriedhofs Kelheim

Der Friedhof wurde am Beginn des dreißigjährigen krieges vor den Toren der Stadt Kelheim angelegt, weil der Friedhof an der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu eng wurde. Bis 1988 fanden hier Bestattungen statt.

Der Friedhof ist im Eigentum der Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt.